Bodenbeläge | Belgien


FARBE

FARBEN FÜR DEN WINTER



Die grafische Jahreszeit

„Ich sammle Farben für den Winter“, sagt Frederick, als ihn die anderen Mäuse fragen, warum er nur faul in der Sonne sitzt und keine Vorräte für den Winter sucht. „Weil der Winter grau ist“. Er sammelt Sonnenstrahlen, weil der Winter dunkel ist, und Worte, weil der Winter sprachlos ist. Als es anfing zu schneien, lebten die Mäuse in Saus und Braus, doch der Winter wurde lang und ihre Vorräte gingen aus. Sie hungerten, froren und gingen schließlich zu Frederick. Der erzählte ihnen von den Sonnenstrahlen und es wurde hell. Er erzählte von den vielen Farben und die Mäuse wurden froh. Er fing an zu dichten und den Mäusen wurde warm.

Bezaubernd ist die Geschichte, mit der der italienische Autor Leo Lionni nicht nur Kinder daran erinnert, dass es mehr gibt als das, was wir zum reinen Überleben brauchen. Insbesondere an tristen Wintertagen ist es schön, von den Sonnenstrahlen und der Farbenpracht des Sommers zu zehren – ein Grund, warum wir uns gerade jetzt umgeben mit stimmungsvollen, farbenfrohen Dekorationen, mit duftenden Plätzchen und entspannender Musik. Die natürlichen Winterfarben sind anders – Schwarz und Weiß, gelegentlich etwas Braun oder ein dunkles Grün – und viel zu oft haben wir das Gefühl, alles ist Grau in Grau. Bei einem Spaziergang durch den verschneiten Wald kann man den Winter als die grafischste aller Jahreszeiten erleben: Faszinierend sind die klaren Formen, wenige kalte Farben dominieren, wie das eisige Blau des Wassers, das Türkis der Eiszapfen, das kalte Weiß des Schnees, dunkle Tannen.

Gerade bei trübem Schmuddelwetter können wir mit Farben positive Akzente setzen, wir brauchen sie wie die Sonnenstrahlen, wie Wörter, ein Lächeln, schöne Erinnerungen, ein Bild, ein Lied, ein Gedicht.

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