Bodenbeläge | Belgien


DESIGN

DORTE MANDRUP ARKITEKTER



Adresse: Robinievej 202
DK-2620 Albertslund
Kunde: Freja Ejendomme A/S
Projekt: Nachbarschaftszentrum
Ausdehnung/Größe 408 m²
Grundstück: 875 m²
Planung/ausführende Architekten: Dorte Mandrup Arkitekter ApS
Fertigstellung: Juni 2009
   
ARCHITEKTONISCHES KONZEPT:
Das Nachbarschaftszentrum Herstedlund bietet Raum für gemeinschaftliche Aktivitäten in einem neu geschaffenen Wohnbezirk für circa 600 Familien. Der Plan zur Bebauung dieses Grundstücks, entworfen vom Team Juul & Frost, basiert auf dem Konzept “Wald und Lichtung”. Dieses grundlegende Thema arbeiteten wir weiter aus und gestalteten das Gebäude als großen, stilisierten Baum am Rande einer Lichtung.

Die Idee war, das Gebäude so offen wie möglich zu gestalten und Möglichkeiten zu bieten, parallel zur Zunahme der Bevölkerung im neuen Wohnbezirk weiter zu wachsen. Das Nachbarschaftszentrum sollte über die Zeit hinweg nicht nur unterschiedliche Altersstufen und Interessen gemeinsam beherbergen können, sondern auch viele unterschiedliche Ausprägungen gemeinschaftlicher Aktivitäten – von informellen Treffen zu einem bestimmten Ereignis über Sommerfeste, Sportveranstaltungen, Treffen von Interessengruppen und Ausstellungen bis hin zu großen gemeinsamen Mahlzeiten. Das Nachbarschaftszentrum sollte nach Möglichkeit Tag und Nacht für unterschiedlichste Aktivitäten wie Unterricht, Tanz, Sport, Theater, Aerobics, Yoga, Barbecue, Vorträge, Bridge-Turniere, Kindertheater, Hochzeiten usw. genutzt werden können.

RAUMAUFTEILUNG:
Um die verfügbare Fläche optimal zu nutzen, gingen wir programmatisch von zwei Seiten an unsere Konzeption heran: Einerseits sollten das Gebäude und die umgebende Fläche unabhängig voneinander nutzbar sein und andererseits wollten wir fließende räumliche Übergänge schaffen. Das Gebäude kann man heute sowohl ebenerdig betreten als auch über eine Außentreppe direkt ins erste Obergeschoss gelangen.

Das Nachbarschaftszentrum ist von Flächen für beliebte Outdoor-Aktivitäten umgeben. Auf einer Seite liegt eine Skateboard-Rampe, an der anderen Seite befindet sich eine Kletterwand, und durch eine Klappe in der Seitenwand ist die Küche im Innenraum mit einem Grillbereich und Esstischen im Außenbereich verbunden.

Die Aufführungsfläche im ersten Stock wird durch eine Sitztreppe für Zuschauer erweitert. Hier lehnt sich die Wand sozusagen nach außen und betont die Bühnenfläche mit ca. 50 m². Dieser Raum kann mit einer Schiebetür zum Eingang hin auch geschlossen werden. Damit lässt sich der Bühnenraum auch für kleinere Veranstaltungen nutzen.

Wenn die Aufführungsfläche geöffnet ist, ist sie über ein offenes Treppenhaus mit der Mehrzweckfläche im zweiten Stock verbunden. Diese Mehrzweckfläche ist mit 125 m² der größte Gemeinschaftsraum. In Verbindung mit der Aufführungsfläche ergibt sich ein ideales Raumensemble für große gemeinschaftliche Ess- und Festveranstaltungen.

Die Dachterrasse im dritten Stock bietet 145 m² Fläche unter freiem Himmel. Sie wird direkt über die Haupttreppe und einen Aufzug erschlossen, verfügt über eine Wasserversorgung und außerdem ein kleineres Gelände für Ballspiele. Dort verhindert ein Netz, dass Basketbälle nach unten fliegen.

BAUAUSFÜHRUNG UND MATERIAL:
Die Konstruktion besteht aus Betonsäulen und Filigrandecken. Stabilisierende Betonelemente ergeben die Aufzug-/Treppenhausschächte. Die geschlossenen Fassaden sind aus selbsttragenden Sandwichelementen aus Stahl zusammengesetzt, die Glasflächen bestehen aus Energiesparglas mit Holz/Alu-Rahmen.

Die Außenverkleidung erfolgte in einer Kombination aus massiven und gelochten eloxierten Aluminiumplatten. Die Innenwände bestehen aus Beton und Putz. Auf dem Boden im Erdgeschoss ist rutschfestes Vinyl verlegt, in den darüberliegenden Stockwerken wurde für die Böden ein farbiger Industriefußboden verwendet. Der Deckenaufbau besteht aus Glasfaserbahnen mit darunterliegender Akustik-Dämmung und der Grundbeleuchtung.

NACHHALTIGKEIT:
Das Projekt erfüllt die EU-Anforderungen der Stufe 2 an die Energieeffizienz. Folgende Umweltmaßnahmen wurden realisiert:
  • Solarmodule auf den Treppenhäusern in Kombination mit Heizung über Erdwärme.
  • Verschiedene Lüftungsprinzipien (rein mechanische Lüftung, Hybridlüftung und voll geregelte Lüftung).
  • Möglichkeit für thermoaktive Decken, die im Sommer die Erdwärme zur Kühlung nutzen.
  • Zur Spülung wird Regenwasser verwendet.
  • Kein Warmwasser in den Toiletten.
  • Bewegungsgesteuerte Armaturen und Beleuchtung.


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