naumann.architektur Referenz „Forsthaus am Eiswoog“
„Es war einmal…“ steht auf dem Schild an der Hausecke – und lässt uns eintauchen in die Historie des Hotels im Naturpark Pfälzer
Wald. Das Büro naumann.architektur hat das frühere Forsthaus umgebaut in ein romantisch verwunschenes Haus mit ganz individuell
gestalteten Zimmern.
„Reizvoll war vor allem der Wandel vom Forsthaus zum Hotel: Natürlich mussten wir viel verändern, aber es war uns wichtig,
den Charakter des Gebäudes zu erhalten, sozusagen dessen Geschichte weiterzuerzählen“, schwärmt Martin Naumann, der verantwortliche
Architekt. „Die Gebäudestruktur mussten wir nur wenig anpassen, die Räume konnten in ihrer Grundfigur bestehen bleiben, nur
der Dachstuhl musste aufgrund der schlechten Bausubstanz komplett neu aufgebaut werden.“
Von außen sieht das Hotel auch heute noch aus wie das alte Forsthaus. Nur das Schild an der Ecke ist ein Fingerzeig auf das
Neue im Inneren. Die Grundstruktur gab unterschiedlich große Räume zwischen 10-30 m² vor, die jeweils mit einem Bad versehen
und in Hotelzimmer verwandelt werden mussten. Manche waren klein, andere hatten das Fenster an der falschen Stelle – so entstanden
viele individuelle Räume, passend zu den jeweiligen Gegebenheiten.
Mit der Inneneinrichtung knüpft naumann.architektur an das romantisch-rustikale Flair des Forsthauses an. Die Materialwahl
entwickelt sich aus dem Ort, viel Holz kommt zum Einsatz. Eine zeitgemäße Formensprache bringt Klarheit und Frische in die
Räume. Bis auf Stühle und Leuchten haben die Architekten alle Möbel selbst entworfen – sie leben vom direkten Bezug auf das
Gebäude und sind organischer Bestandteil desselben. Raffiniert sind beispielsweise die schmalen unbehandelten Baumstämme oberhalb
eines Schrankes. Im von wuchtigen Holzpfosten umschlossenen Himmelbett dienen sie als „Lesehilfe“ und verstärken das Gefühl,
im Wald zwischen Bäumen zu schlafen.
„Wichtig war uns bei der Wahl der Materialien eine angenehme, natürliche Optik und Haptik. So haben wir einen Schreibtisch
mit dem neuen DLW Linoleum Form verkleidet“, erklärt Martin Naumann. „Es sieht auf den ersten Blick aus wie Lack, fühlt sich aber beim Berühren warm und
weich an.“ Mit einem Schmunzeln fährt er fort: „Ich konnte schon beobachten, wie Besucher stehen geblieben sind und die Tischplatte
gestreichelt haben.“ Dank der guten Formbarkeit des Möbel-Linoleums ließ sich in den Schreibtisch auch eine Mulde einarbeiten.
Elegant können Möbelkanten realisiert und selbst enge Biegungen und Rundungen verkleidet werden.
Auch einen Schrank haben die Architekten mit DLW Linoleum Form veredelt. Wie ein Band zieht sich Form durch das Möbel, kommt bewusst über die gedachte Vorderkante hinaus und regt damit
zum Anfassen an. „Gerade bei Möbeln ist eine angenehme Haptik wichtig, hier ist der Nutzer ganz dicht dran und sollte ein
gutes Gefühl beim Berühren haben“, findet Martin Naumann „Und es ist ein schöner Effekt an einer unerwarteten Stelle: Beim
Pulli hinlegen spürt man ein unerwartet weiches Material.“
Nach oben |
|
|
|