Interview mit Tarald Lundevall Snøhetta Architects, Oslo
Wie wichtig ist für Sie als Architekt die Zusammenarbeit mit Künstlern – sowohl bei der Planung des Opernhauses in Oslo als
auch ganz allgemein?
Wir versuchen bei all unseren Projekten eng mit Künstlerinnen und Künstlern zusammenzuarbeiten. Bei konzeptionellen Diskussionen
betrachten wir sie als die Spezialisten unserer Teams. Die Künstler, die am Planungsprozess für das Opernhaus Oslo beteiligt
waren, haben facettenreiche und äußerst wertvolle Beiträge geleistet.
Haben Sie das Opernhaus von Anfang an als öffentlichen Raum für alle geplant? Wenn ja, warum?
Bereits in unserem Wettbewerbsbeitrag haben wir vorgeschlagen, das Dach des Opernhauses als offenen, frei zugänglichen öffentlichen
Raum zu realisieren. So konnten wir diesen Ort für zwei unterschiedliche Zwecke nutzen: um einerseits das Opernhaus zu errichten
und andererseits eine städtische Plaza zu schaffen, die sich auf die Stadtlandschaft bezieht und allen Menschen gleichermaßen
gehört und offensteht.
Snøhetta arbeitet an vielen Kulturprojekten, zum Beispiel Museen und Kulturzentren. In Ihren Referenzen fielen mir ein Tanzpalast
in St. Petersburg und die Neue Bibliothek von Alexandria auf. Was macht das Besondere an der Konzeption solcher Kulturbauten
aus?
Bei öffentlichen Kulturbauten sind die Erwartungen immer sehr breit gefächert, sie stehen in sehr komplexen Zusammenhängen,
wobei sowohl funktionale als auch emotionale Aspekte eine Rolle spielen. Aus diesen Gründen ist die Konzeptphase bei diesen
Bauvorhaben immer eine große Herausforderung und außerordentlich wichtig für eine gelungene Umsetzung.
Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen!
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